Der weiße Teppich

12.01.2021
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Der weiße Teppich

Anlässlich der Turbulenzen im Jahr 2020 ein Blogbeitrag zum Nachdenken.

 

Stell Dir vor,

Du hast Dir Deinen größten Wunsch erfüllt: Du wolltest schon immer für Dein Wohnzimmer einen wunderschönen flauschig weißen Berberteppich haben. Lange hast Du darauf gespart - denn 10.000€ hattest Du nicht einfach so herumliegen.

Letztes Wochenende ist er geliefert worden und jetzt liegt er vor Dir im Wohnzimmer. Voller Stolz und Begeisterung betrachtest Du das Schmuckstück und Du fühlst Dich richtig wohl damit. Der Teppich ist genauso, wie Du es Dir vorgestellt hast. Er ist schön weiß, flauschig und passt perfekt zu Deiner Wohnzimmereinrichtung. Da er eine Menge Geld gekostet hat, achtest Du natürlich besonders auf das gute Stück. Er darf weder mit Straßenschuhen betreten werden, noch dürfen die Kinder darauf spielen.

Vor ein paar Tagen klingelt es und ein guter Bekannter steht vor der Tür und Du öffnest ihm. Er drängelt sich an Dir vorbei, rennt ins Wohnzimmer und schüttet einen ganzen Eimer Dreck auf Deinen schönen weißen Teppich. Und wie von Zauberhand hat er auch noch einen Besen dabei und arbeitet diesen Dreck so richtig tief in den Flor Deines Teppichs ein.

 

Meine Frage:

Wie lange würdest Du Dir das gefallen lassen? Nicht lang, oder? Ich denke, schon das Ausschütten des Eimers würdest Du versuchen zu verhindern. Schon gar nicht würdest Du es dulden, dass Dein guter Bekannter den Dreck auch noch mit dem Besen großflächig auf Deinem Teppich verteilt.

Eine eigenartige Geschichte, oder? So eigenartig ist sie gar nicht. Das oben Beschriebene lässt Du Tag für Tag zu - nur in anderer Form: Es klingelt an der Tür und der Bekannte tritt ein. Du bittest ihn in Dein Wohnzimmer und dort sitzt ihr zusammen bei Tee oder Kaffee und er erzählt Dir, wie schlecht doch die Welt ist, wie ungerecht die Menschheit zu ihm ist, dass der Chef ihn nicht beachtet, seine Bezahlung viel zu gering ist, seine Frau dieses oder jenes nicht macht, der Freund so blöd ist, er außerdem krank sei, die Rechnung fürs Auto schon wieder überteuert ist und sowieso die Regierung an allem schuld wäre.

Solche Gespräche kennst Du sicherlich und Du sitzt brav da und hörst zu. Du nickst zustimmend und denkst, „Wann hört der bloß wieder auf?“ Aber er hört nicht auf. Er redet und redet und redet. Das hat er letzte Woche schon getan, letzten Monat, letztes Jahr.

Aus falscher Scham lässt Du das über Dich ergehen. Doch im Grunde genommen ist es nichts Anderes als einen Kübel Dreck auf Deinen weißen Teppich, auf Deine Seele auszuschütten. Durch die ständigen Wiederholungen wird der Dreck, wie mit dem Besen in den Teppich, kräftig und tief in Deine Seele eingearbeitet. Deine Freunde, Bekannten, Verwandten und Arbeitskollegen etc., sie alle erzählen Dir von ihren Geschichten und all dies belastet Deine Seele, Dein Unterbewusstsein.

 

Das allein ist nicht genug!

Das Fernsehen, die Zeitungen, das Internet, die sozialen Medien – überall begegnen Dir nur schlechte Nachrichten: Unfälle, Klimakatastrophe, Krankheiten, Kriege, Finanzkrise, Werbung und vieles mehr manipulieren Dich in gekonnter Art und Weise. Darauf folgen dann wieder negative Gespräche und Diskussionen. Alles wandert in Dein Unterbewusstsein, weil Du die Fülle an Informationen nicht wirklich verarbeiten kannst.

Dies geschieht tagtäglich – Immer wieder! All dies entzieht Dir Kraft und Energie, ohne dass Du einen Nutzen davon hast.

Achte also jeden Tag darauf, in welche Diskussionen Du Dich verwickeln lässt, welchen Dingen Du Deine Aufmerksamkeit schenkst.

 

Nimm Dir Zeit

zum Entspannen und nähre Deine Seele, Dein Unterbewusstsein mit positiven und schönen Dingen!

Solltest Du keine Ideen für eine effektive und regelmäßige Entspannung haben, dann kontaktiere mich gerne. Ich habe da ein paar sehr gute und einfache Tipps für Dich, die mir zu sehr viel mehr Ruhe und innerem Frieden, zu Abgrenzung und Selbstliebe verholfen haben.

 

Viele Grüße,


Klaus-Dieter

 

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